Sara Π’s Blog

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Ja,ich lebe noch…

März9

…und ich werde nicht so lange nichts schreiben, bis mein letzter Beitrag wieder aktuell ist ;-)

Es gibt sehr viel zu berichten: Eigentlich hatte ich ja vor, zum 1.4. mit Laura zusammen zu ziehen, aber irgendwie haben wir nicht so richtig was gefunden und dann habe ich mich dazu entschieden, wieder nach Hause zu ziehen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen kann ich so einiges an Geld sparen, außerdem habe ich meine Freunde und meine Gemeinde sehr vermisst und kann so jetzt in der Jugend mitarbeiten. Das sind so die Hauptgründe, es gibt natürlich noch einige mehr, aber die fallen mir grade als erstes ein :-) Ich habe hier wieder mein ganz altes, großes Zimmer bekommen und werde mal ein paar Fotos online stellen, wenn ich hier alles aufgeräumt habe^^

Ich werde mich jetzt wohl auch mal wieder öfters melden :-)

Zum Schluss noch ein  Zitat aus dem Buch, das ich momentan lese.

Die Liebe, das war in ihren Augen eine schöne Frau unbestimmbaren Alters, mit blassem, erschöpftem Antlitz und fiebrigem Blick, die sich in innerer Glut verzehrte. Sie hatte eine halbwüchsige, ungebärdige Schwester, die hieß Verliebtheit, ein wildes, genialistisches Geschöpf, doch leider verrückt. Beide mussten früher oder später in der Klapsmühle landen. Hingegen die Schwärmerei, das war die unscheinbare, bescheidene Cousine der beiden, zu Unrecht belächelt, weil sie sich nie in den Vordergrund spielte, sondern immer still bei den Tanten saß und strickte. Die Schwärmerei erlebte ganz für sich ein sanftes Glück, man sah es an ihrem träumerischen, beseelten Blick, und wenn die Träume sie fortzureißen drohten, schlug sie die Augen nieder und konzentrierte sich auf ihren Strickrahmen. Sorgfältig setzte sie einen Stich neben den anderen, und das, was an ihren Träumen allzu hitzig und beunruhigend sein mochte, floss in die bunte Handarbeit. Bis sie ruhigeren Herzens ihre Träumereien wieder aufnehmen konnte.

Fräulein Kellermann und die Kunst des Schwärmens - Andrea Voß

Johann Wolfang von Goethe - Die Leiden des jungen Werther

Mai23

Werther, mein Seelenverwandter???

” Hernach, wenn ich daran denke und mir die Fabel vom Pferde einfällt, das, seiner Freiheit ungeduldig, sich Sattel und Zeug auflegen lässt und zuschanden geritten wird - ich weiß nicht, was ich soll - Und, mein Lieber! ist nicht vielleicht das Sehnen in mir nach Veränderung des Zustands eine innere unbehagliche Ungeduld, die mich überallhin verfolgen wird?” 

Gustav Sobin II

Mai8

“Aber war es in Wahrheit nicht genau das, waren es nicht diese spontanten - nur allzu seltenen - Entladungen auf der stumpfen Oberfläche einer öden Existenz, diese Explosionen unzähliger gleißender Fünkchen, was dem Leben seine wirkliche Dimension gab?”

Gustav Sobin - Auf der Suche nach einem erlöschenden Stern

Mai8

“Im Winter 1924 reist eine noch wenig bekannte schwedische Schauspielerin namens Greta Garbo in Begleitung ihres Entdeckers, des genialen Stummfilmregisseurs Mauritz Stiller, zu Dreharbeiten nach Konstantinopel. Das Projekt scheitert, der Film wird nie fertig gestellt, und doch kommt es in der traumverlorenen Atmosphäre jener Tage zu dem magischen Moment der Geburt eines Stars … Gustaf Sobins stärkstes und dichtestes Buch ist eine grandiose Meditation über die Doppelbödigkeit der menschlichen Existenz und ihre unendliche Reflexion im Spiel der Kunst.” (www.buch.de)

Dieses Buch lese ich gerade und werde jetzt in nächster Zeit wohl nach und nach ein paar Zitate hieraus bloggen, da ich sehr fasziniert davon bin. Für alle, denen Gustav Sobin vielleicht im entferntesten etwas sagt: Er hat auch “Der Trüffelsucher” geschrieben (klingelts bei euch Deutsch-LK St.Schmidt? ;-) )

“Die Fantasie. Sie war immer bei ihr, überflutete jeden Moment ihrer Existenz, und zugleich wirkte sie als Stimulans, sie spornte sie an und lenkte sie immer in die Richtung, die sie unfehlbar einschlug: weg von hier. Sie musste weg, so weit weg wie nur immer möglich.”

Die Geschichte mit den Kugelschreibern

März8

Warum verliert man sie eigentlich immer? Und wohin verschwinden sie? Hier die Antwort aus “Per Anhalter durch die Galaxis”:

” Diesen Fiet Vujagig plagte (…) immer brennender die Frage, was wohl mit all den Kugelschreibern passiert sei,die er sich im Laufe der letzten Jahre gekauft hatte und dann irgendwann verloren hatte.

Es folgte eine lange Phase gewissenhafter Nachforschungen,die ihn durch die ganze Galaxis und zu den Hauptzentren unerwarteter Kugelschreiberverluste führten. Schließlich trat er mit einer kuriosen kleinen Theorie vor die Öffentlichkeit,die damals ziemlich fasziniert davon war. Irgendwo im All, sagte er, gibt es neben all den Planeten, die von Humanoiden, Reptiloiden, Fischoiden, wandelnden Baumoiden und superintelligenten Schatten von blauer Färbung bewohnt werden,auch einen Planeten,der auschließlich kugelschreibroiden Lebensformen vorbehalten ist. Und dieses Planet,sagte er, zu dem sich unbeaufsichtigte Kugelschreiber auf den Weg machen, indem sie still und heimlich durch Wurmlöcher im Kosmos entschwinden, in der sie, wie sie wissen,sich eines durch und durch kugelschreiberoiden Lebensstils erfreuen können, der auf weitgehend kugelschreiberorientierte Attraktionen zugeschnitten ist - kurz: in der Kugelschreibervorstellung ein glückliches Dasein verwirklichen können.

Und wie das mit Theorien so ist,war alles Friede,Freude, Eierkuchen,bis Fiet Vujagig plötzlich behauptete,er habe diesen Planeten gefunden und dort eine Zeit lang als Chauffeur für eine Familie billiger grüner Wegwerfkugelschreiber gearbeitet,woraufhin er verhaftet und eingesperrt wurde, ein Buch schrieb und schließlich in eine Steueroase entlassen wurde, was üblicherweise das Schicksal all derer ist,die sich mit aller Entschlossenheit öffentlich lächerlich machen. “

Per Anhalter durch die Galaxis

Februar28

Hier eine Sache,die ich beim gestrigen lesen des oben genannten Buches gelernt habe:

“Die Raumschiffe hängen so am Himmel,wie Ziegelsteine es nicht tun.”

Und wer schon immer mal wissen wollte, wie es sich anfühlt durch den Hyperraum zu fliegen, hier die Beschreibung:

“In diesem Augenblick fiel Arthur der Boden aus dem Hirn. Seine Augen kehrten das Innere nach außen. Die Füße sickerten allmählich in die Schädeldecke. Der Raum um ihn herum faltete sich flach zusammen,drehte sich um seine Achse,flutschte aus dem Sein und ließ Arthur in seinen eigenen Nabel gleiten.”

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